Arcangelo Sassolino Afasia 2
Arcangelo Sassolino installationview
Arcangelo Sassolino Afasia 2
Arcangelo Sassolino installationview
Arcangelo Sassolino Untitled
Arcangelo Sassolino Untitled
Arcangelo Sassolino Afasia 1
Arcangelo Sassolino Afasia 1
Arcangelo Sassolino Afasia 2
Arcangelo Sassolino Purgatory
Arcangelo Sassolino Purgatory
Arcangelo Sassolino, „Afasia 2“, 2008, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2016, Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein, Courtesy Pietro Fiorentini
Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2016 mit den Arbeiten Arcangelo Sassolino „Afasia 2“, 2008 (vorne) und Regina José Galindo, „ESTOY VIVA“, 2013 (hinten), Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein
Arcangelo Sassolino, „Afasia 2“, 2008, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2016, Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein, Courtesy Pietro Fiorentini
Ausstellungansicht Frankfurter Kunstverein 2016 mit den Arbeiten Arcangelo Sassolino „Untitled“, 2006–7 (vorne) und Regina José Galindo „Tierra“, 2008 (hinten) , Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein
Arcangelo Sassolino, „Untitled“, 2006-7, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2016, Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein, Courtesy Galleria Continua and Galerie Rolando Anselmi
Arcangelo Sassolino, „Untitled“, 2006–7, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2016 , Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein, Courtesy Galleria Continua and Galerie Rolando Anselmi
Arcangelo Sassolino, „Afasia 1“, 2008, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2016, Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein, Courtesy Galleria Continua and Galerie Rolando Anselmi
Arcangelo Sassolino, „Afasia 1“, 2008, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2016, Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein, Courtesy Galleria Continua and Galerie Rolando Anselmi
Arcangelo Sassolino, „Afasia 2“, 2008, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2016, Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein, Courtesy Pietro Fiorentini
Arcangelo Sassolino, „Purgatory“, 2016, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2016, Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein, Courtesy Galleria Continua and Galerie Rolando Anselmi
Arcangelo Sassolino, „Purgatory“, 2016, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2016, Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein, Courtesy Galleria Continua and Galerie Rolando Anselmi

Video: Bernd Thiele, © Frankfurter Kunstverein

Wir danken


Arcangelo Sassolino. Mechanismen der Gewalt

Eröffnung: 18. Februar 2016, 19 Uhr

Im Frühjahr 2016 zeigt der Frankfurter Kunstverein die Doppelausstellung „Mechanismen der Gewalt“. Zeitgleich werden ausgewählte Arbeiten der guatemaltekischen Künstlerin Regina José Galindo und des italienischen Künstlers Arcangelo Sassolino präsentiert: im Ausstellungsparcour ermöglichen die in der Gegenüberstellung entstehenden Verbindungen neue Blickwinkel auf die Arbeiten der beiden Künstler. In unterschiedlichen Themenfeldern verortet und durch verschiedene Praktiken gekennzeichnet, vereint Galindo und Sassolino in ihrem künstlerischen Ansatz das Ausloten der Grenzen der Kunst und die Beschäftigung mit der Frage nach ihrer Rolle in unserer Gesellschaft. Sie verweigern sich dabei einer Reduktion auf einen rein symbolischen Raum und konfrontieren ihre konzeptionellen Ideen mit sozialen oder materiellen Realitäten. Während die Auswirkungen von physischer Gewalt und Machtverhältnissen auf den Körper, sowohl auf den individuellen also auch auf den sozialen, ein zentrales Thema der kompromisslosen Performances von Galindo sind, werden die Skulpturen von Sassolino durch Kräfte bestimmt, die jederzeit ihr Gewaltpotential entladen können.

Arcangelo Sassolino verwendet in seinen Skulpturen und raumgreifenden Installationen industrielle Materialien wie Stahl, Glas oder Beton und bringt diese an die Grenzen ihrer Widerstandsfähigkeit. Unter Einwirkung von extremen Kräften oder gewaltigen Spannungen werden die Materialien bis an ihre Belastungsgrenzen getrieben, wodurch sich in den Skulpturen physische Kräfte konzentrieren. Diese wirken auf die Materie ein, verändern deren Form und erzeugen brachiale Laute nach bewegungsloser Stille. Den Veränderungsprozess einerseits genau kalkulierend, überlässt Sassolino andererseits einen Teil der Formfindung immer auch der Beschaffenheit der Materialien. Die Skulpturen stellen ihre eigenen Prinzipien in Frage indem sie das Potenzial der eigenen Zerstörung implizieren. Kontrolle und Unberechenbarkeit treffen sich in Sassolinos Arbeiten, so dass seine Grenzgänge die Gefahr beinhalten, dass die Situation jederzeit kollabieren kann, wenn die den Skulpturen innewohnenden Spannungen frei gesetzt werden. Dieses Risiko wird zu einem elementaren Bestandteil der Werke, wenn es deren Wahrnehmung beeinflusst. Der Betrachter kann in den Versuchsanordnungen von Sassolino die entstehenden Gewalten wie Schwerkraft, hoher Druck oder extreme Spannung spüren.
Der Künstler erschafft mechanisch präzise und materiell dichte Skultpuren und Installationen. Im Frankfurter Kunstverein werden vier Werke präsentiert, die einen Einblick in das einzigartige künstlerische Werk von Arcangelo Sassolino geben. Speziell für die Ausstellung realisiert der Künstler zudem eine neue Arbeit.

Arcangelo Sassolino wurde 1967 in Vicenza, Italien, geboren, wo er lebt und arbeitet. Die Liste seiner Einzelausstellungen umfasst Präsentationen im Contemporary Art Mu-seum, St. Louis, USA (2016), im MACRO Museum, Rom, Italien (2011), im Palais de Tokyo, Paris, Frankreich (2008). Er verwirklichte Projekte im öffentlichen Raum im Rahmen des Z33 House for Contemporary Art in Hasselt, Belgien (2010) sowie im Kontext von „Art and The City” in Zürich, Schweiz (2012). Sassolinos Arbeiten wurden in einer Reihe von Gruppenausstellungen gezeigt, darunter Ausstellungen im 104, Paris, Frankreich (2015), im Centro di Cultura Contemporanea Strozzina, Florenz, Italien (2012, 2010), im Swiss Institute, New York, USA (2011), Museum Tinguely, Basel, Schweiz (2010), im Autocenter, Berlin, Deutschland (2009), in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig, Italien (2009), im Dunkers Kulturhus, Helsingborg, Schweden (2008), im FRAC, Reims, Frankreich (2007) und im ZKM, Karlsruhe, Deutschland (2004).

Regina José Galindo. Mechanismen der Gewalt

19.02. — 17.04.2016 | Ausstellung

Frankfurter Kunstverein
Steinernes Haus am Römerberg
Markt 44
60311 Frankfurt am Main

Anfahrt

Öffnungszeiten:
Di – So: 11 – 19 Uhr
Do: 11 – 21 Uhr
Montag geschlossen

Eintrittspreise:
8€ regulär, 6€ ermäßigt

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Pressestimmen zu „Mechanismen der Gewalt. Regina José Galindo/Arcangelo Sassolino“